Der Microsoft 365 Ausfall im Januar 2026: Ursache, Auswirkungen und was jetzt zu tun ist
Kurzüberblick
- Zeitraum: 22./23. Januar 2026
- Betroffen: Microsoft 365 (Outlook, Teams, OneDrive, SharePoint, Microsoft Store u.a.)
- Regionen: Zürst Nordamerika, danach weltweit spürbar
- Daür: Rund 8–10 Stunden massiver Ausfall, mit Nachwirkungen
- Ursache: Fehlerhafte Wartung in der Azure-Infrastruktur in Nordamerika
- Folge: E-Mails, Meetings und Dateizugriffe funktionierten nur eingeschränkt oder gar nicht
Was ist im Januar genau passiert?
Ende Januar 2026 meldeten Nutzerinnen und Nutzer rund um den Globus plötzlich Probleme mit Microsoft 365:
- Outlook zeigte Fehlermeldungen, E-Mails blieben im Postausgang hängen.
- Teams konnte keine Meetings starten oder brach mitten im Gespräch ab.
- OneDrive und SharePoint luden Dateien nicht oder extrem langsam.
- Weitere Dienste wie der Microsoft Store waren ebenfalls gestört.
Auf Störungsplattformen schossen die Meldungen binnen Minuten in die Höhe. Besonders in Nordamerika standen viele Buros praktisch still – doch auch in Europa und Asien-Pazifik waren Besprechungen, Support-Hotlines und interne Prozesse stark beeinträchtigt.
Die vermutete Ursache – in einfachen Worten
Nach Berichten von verschiedenen Medien handelte es sich nicht um einen Hackerangriff. Stattdessen ging es um Probleme bei Wartungsarbeiten in Azure:
- In einem Rechenzentrum in Nordamerika wurden im Rahmen von Wartung zu viele Server gleichzeitig heruntergefahren.
- Die verbleibenden Systeme mussten plötzlich deutlich mehr Anfragen bearbeiten und waren schnell ueberlastet.
- Da Microsoft 365 stark vernetzt ist, breiteten sich die Probleme von Nordamerika auf andere Regionen und Dienste aus.
Bildlich: In einem riesigen Supermarkt werden fast alle Kassen auf einmal geschlossen. Die wenigen offenen Kassen werden überrannt – bis gar nichts mehr geht.
Wie lange daürte der Ausfall?
Die Zeiten unterscheiden sich je nach Region und Dienst, grob gilt:
- Rund 8 Stunden deutliche Einschränkungen
- Zahlreiche Nutzer berichteten von langsamen oder instabilen Diensten auch noch Stunden nach der Hauptstörung
Microsoft bestätigte die Probleme oeffentlich und meldete am Folgetag, dass die Dienste schrittweise stabilisiert wurden.
Wer war besonders betroffen?
Im Prinzip jede Person oder Organisation, die aktiv mit Microsoft 365 arbeitet:
- Unternehmen aller Grössen
- Oeffentliche Verwaltungen und Behörden
- Schulen, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen
- Selbstständige und Privatpersonen
Besonders kritisch war die Lage dort, wo man sich komplett auf Microsoft 365 verlässt:
- Callcenter, deren Kommunikation fast ausschliesslich ueber Teams läuft
- Unternehmen mit papierlosen Prozessen, die nur mit OneDrive/SharePoint arbeiten
- Support- und Sales-Teams, deren Arbeit zu 90 % aus Outlook-E-Mails besteht
Die Folge: abgesagte Meetings, verzögerte Angebote, lange Antwortzeiten im Support.
Ist das ein Sicherheits- oder nur ein Technikproblem?
Auch ohne Angriff ist ein solcher Vorfall ein Sicherheits- und Risikothema:
- Wer ohne Microsoft 365 kaum noch arbeiten kann, ist stark von einem einzelnen Anbieter abhängig.
- Fällt dieser für mehrere Stunden aus, steht das Geschäft im schlimmsten Fall still.
Die eigentliche Gefahr liegt also in der Konzentration auf einen einzigen Cloud-Anbieter – nicht in der Cloud-Technologie an sich.
Was können nicht-technische Verantwortliche daraus lernen?
1. Cloud ist hilfreich, aber nicht unfehlbar
Auch grosse Anbieter haben Ausfälle. Menschliche Fehler, Konfigurationsprobleme und Softwarefehler lassen sich nie ganz ausschliessen.
Wichtige Frage:
> Was passiert bei uns, wenn Outlook oder Teams einen ganzen Arbeitstag nicht funktionieren?
Wenn die Antwort lautet: "Dann geht fast nichts mehr", besteht Handlungsbedarf.
2. Abhängigkeit von einem Anbieter reduzieren
Richten Sie Ihre Organisation so aus, dass ein Microsoft-Ausfall zwar unangenehm, aber nicht existenzbedrohend ist:
- Halten Sie mindestens einen alternativen Kommunikationskanal bereit (z.B. zweite E-Mail-Lösung, Messenger-Gruppen, Telefonketten).
- Bewahren Sie wichtige Kontaktlisten (Kunden, Lieferanten, Mitarbeitende) offline auf, z.B. als lokale Datei oder Ausdruck.
- Ueberlegen Sie, welche kritischen Dokumente Sie regelmässig exportieren und separat sichern wollen.
3. Einen einfachen Notfallplan erstellen
Sie brauchen kein komplexes Handbuch. Ein kurzes, klares Dokument genügt. Es sollte folgende Fragen beantworten:
- Wie informieren wir Mitarbeitende, wenn E-Mail und Teams ausfallen?
- Welche Geschäftsprozesse haben im Notfall Priorität (z.B. Support, Lohnzahlungen, Bestellungen)?
- Welche Ersatzzwege gibt es (Telefon, lokale Dateien, Papier)?
Wichtig ist, dass dieser Plan bekannt ist und mindestens einmal kurz gemeinsam durchgegangen wurde.
4. Eigene Backups etablieren
Verlassen Sie sich nicht nur auf Sicherungen des Cloud-Anbieters.
- Erstellen Sie eigene Backups wichtiger Daten (z.B. täglich oder wöchentlich, je nach Kritikalität).
- Testen Sie regelmässig, ob Sie diese Backups auch wirklich wiederherstellen können.
So bleibt Ihr Unternehmen auch bei grösseren Störungen handlungsfähig und verliert keine entscheidenden Informationen.
5. Kommunikation steuert die Stimmung
In Ausfallsituationen entstehen schnell Gerüchte und Unsicherheit.
- Informieren Sie früh: Es gibt eine externe Störung, niemand intern hat "Schuld".
- Verweisen Sie auf offizielle Informationsquellen (Statusseiten von Microsoft, seriöse Medien).
- Erklären Sie nach dem Vorfall kurz, was passiert ist und welche Massnahmen Sie ableiten.
Konkrete To-dos für die nächsten Wochen
Welche Ablaufe hängen bei Ihnen direkt an Microsoft 365 (E-Mail, Dateiablage, Meetings)?
Welche dieser Ablaufe sind geschäftskritisch (z.B. Rechnungen, Kundenkommunikation, Bestellungen)?
Ueber welche Kanäle kommunizieren Sie, wenn Outlook oder Teams ausfallen?
Richten Sie einfache, regelmässige Sicherungen ein – und prüfen Sie die Wiederherstellung.
Halten Sie auf ein bis zwei Seiten fest, wer im Ernstfall was tut und welche Prioritäten gelten.
Fazit
Der Microsoft-Ausfall im Januar 2026 zeigt klar, wie abhängig viele Organisationen von einem einzelnen Cloud-Anbieter sind. Die Antwort ist nicht, komplett auf Cloud zu verzichten, sondern bewusster mit Risiken umzugehen:
- Weniger Abhängigkeit von nur einem Anbieter
- Klare Notfallpläne für Störungen
- Eigene Backups und offline verfügbare Schlüsselinformationen
So wird der nächste Ausfall zwar immer noch lästig sein – aber er legt Ihr Unternehmen nicht mehr komplett lahm.